Maschinen Leasing – die optimale Finanzierungslösung

 In Liquidität im Unternehmen

Die Wirtschaft von heute wandelt sich deutlich schneller als früher. Die Digitalisierung und die Globalisierung haben die Geschwindigkeit von Innovationen spürbar erhöht. Ständig neue Technologien kommen auf den Markt und stellen Unternehmen immer wieder vor veränderte Herausforderungen. Investitionen in Sachanlagen werden hierbei zunehmend zum Problem. Es besteht permanent das Risiko, dass die eigenen Maschinen durch neue Erfindungen veralten. Immer wieder werden schnellere, bessere und sparsamere Geräte entwickelt. Wer diese nicht schnell genug anschaffen kann, der setzt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit seines Unternehmens aufs Spiel. Mit Hilfe von Maschinen Leasing lässt sich die Liquidität im Unternehmen schonen und gleichzeitig die Technik auf dem neuesten Stand halten.

Mit Maschinen Leasing lässt sich die Liquidität schonen, ohne dass der Fortschritt auf der Strecke bleibt

Ebenso kann die Erweiterung des Maschinen-Parks Teil einer erfolgreichen Expansionsstrategie sein. Die Ursachen für Investitionen können vielfältig sein. Die Konsequenzen sind jedoch immer die gleichen: Maschinen erfordern ausreichend Liquidität oder gegebenenfalls eine solide Finanzierung. 

Was ist Maschinen Leasing?

Beim Maschinen Leasing erwirbt ein Unternehmen nicht das Eigentum an einer Maschine, sondern das Gerät wird lediglich von einem Leasing-Geber angemietet. Es wird ein Vertrag über eine feste Laufzeit geschlossen und das anmietende Unternehmen zahlt eine monatliche Rate. Häufig ist diese Laufzeit nur durch den Leasing-Geber vorzeitig kündbar. 

Maschinen Leasing als Alternative zu Kauf oder herkömmlicher Finanzierung

Das bedeutet: Das Unternehmen kann die Anschaffung von Sachanlagen vornehmen, ohne die Maschinen kaufen zu müssen. Beide Methoden haben ihre Vorteile, aber auch ihre Nachteile. Die Unterschiede ergeben sich hauptsächlich bei den Möglichkeiten zur Finanzierung der Investition und durch die Auswirkungen auf die Liquidität. 

Bei der Gestaltung des Leasing-Angebots und der damit verbundenen Kosten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:

  • Finanzierungs-Leasing
    • Leistungsmengen-Leasing
    • Restwertleasing
  • Operation Leasing

Finanzierungs-Leasing

Dieses Angebot zielt darauf ab, dass der Kunde eine Maschine in vollem Umfang abzahlt, oder zu einem hohen Anteil.

In ersterem Fall wird der Anschaffungswert der Maschine um die Gewinnmarge der Leasinggesellschaft erweitert. Dieser Gesamtbetrag wird – vereinfacht dargestellt – durch die Laufzeit dividiert. So errechnen sich die konstanten Leasing-Raten pro Monat. Sie decken den Wert der Maschine plus die Marge vollständig ab. 

Wird die Maschine nicht komplett zurückgezahlt, lassen sich die Raten auf anderem Weg ermitteln. Beispiele:

Leistungsmengen-Leasing

Nehmen wir an, die voraussichtliche Lebensdauer einer CNC-Drehmaschine beträgt 18.000 Arbeitsstunden. Der Leasing-Nehmer nutzt davon 13.500, also 75% der möglichen Kapazitäten. Somit hat die CNC-Maschine einen Restwert von 25%. Sollten die bisherigen Leasingraten diesen Wertverlust noch nicht abdecken, zahlt der Leasing-Nehmer am Ende der Laufzeit des Leasingvertrages die Differenz. 

Restwertleasing

Beim Restwertleasing werden die geleasten Maschinen am Ende der Laufzeit von einem Gutachter oder auf anderem Wege bewertet. Danach wird die Differenz zwischen dem ursprünglichen und dem aktuellen Wert ermittelt. Reichen die bisher getätigten Leasingraten nicht aus, muss ein Restbetrag beglichen werden. 

Dieses Angebot kommt sehr häufig bei Fahrzeugen zum Einsatz. Deren Wertverlust verläuft normalerweise relativ gleichmäßig. Bei Maschinen besteht immer das Risiko, dass durch die Entwicklung von modernen Maschinen und moderner Technik der Restwert einer gebrauchten Anlage gegen Ende des Leasingvertrages sehr gering ist, weil sie zwischenzeitlich veraltet ist. Je nach Vereinbarung, können diese Kosten auf den Nutzer weitergereicht werden. 

Operation Leasing

Hier können Leasingnehmer und Leasinggeber den Leasingvertrag flexibel kündigen. Der Leasingnehmer mietet eine Anlage für sein Unternehmen und kann sie relativ kurzfristig wieder zurückgeben – wenn das Leasing-Objekt nicht mehr benötigt wird. 

In dieser Konstellation geht der Leasinggeber davon aus, dass das Gerät kurzfristig wieder von einem anderen Kunden, für dessen Betrieb geleast wird. Diese Art des Leasing-Angebots wird eher weniger beim Maschinenleasing angewendet, sondern bei Ausrüstung, die einer hohen Fluktuation unterliegt. Wie zum Beispiel bei einer Kettensäge, die sich der Kunde vom Baumarkt leihen kann. Diese wird von vielen Kunden nachgefragt. Aber bei einer hoch speziellen Fertigungsmaschine, die sonst niemand braucht, ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Leasinggesellschaften auf kurzfristige Verträge einlassen. 

Welche Vorteile hat Maschinen Leasing?

Wenn ein Betrieb eine neue Produktionsanlage erwerben möchte, dann kann dies durch einen Kauf erfolgen oder man kann die Anlage leasen. Beide Wege der Anschaffung haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile, da sie sich unterschiedlich auf die Bilanz des Unternehmens auswirken. Je nach wirtschaftlicher Lage und dem Status der eigenen Liquidität, sollte man diese individuell gegeneinander abwägen. Hier sehen Sie die Vorteile vom Maschinenleasing:

Rein von den Kosten her betrachtet, spielt es keine große Rolle, ob ein Unternehmen eine Anlage leasen oder kaufen möchte. Die Zahlungen werden sich in ihrer Höhe nicht gravierend unterscheiden. Der wichtigste Aspekt an diesem Vergleich besteht in der Frage, wer der Eigentümer einer technischen Anschaffung sein wird. Viele Betriebe oder auch Handwerker, haben einen eng gesteckten Kreditrahmen von der Bank. Dieser richtet sich normalerweise an der Höhe des Eigenkapitals und an der Ertragslage aus. Ein Kauf neuer Maschinen würde diesen Rahmen belasten und so wäre der Spielraum geringer, um andere Aktivitäten zu finanzieren. Beim Leasing bleiben, je nach Vertragsgestaltung, die Aktiva und Passiva des Kunden unberührt, da es sich um eine Art Mietvertrag handelt. Somit bleibt der Kreditrahmen von der Transaktion unberührt. 

Steuerrechtlich betrachtet sind die regelmäßigen Raten für das Leasing als Betriebsausgaben abzugsfähig und mindern so die Steuerlast. Zudem hat man als Unternehmer eine hohe Planungssicherheit, was die Höhe der laufenden Ausgaben betrifft.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit die eigene Innovationsfähigkeit dauerhaft zu erhalten. Jede Produktion erfordert eine ganze Reihe von unterschiedlichen Maschinen. Manche von ihnen veralten schneller, manche langsamer. Aufgrund von permanenten, technischen Neuentwicklungen kann es sein, dass der eigene Maschinenpark regelmäßig erneuert werden muss, um auf dem neuesten Stand zu bleiben. Mit Hilfe von Leasing lässt sich dieses Ziel besser erreichen.

Worauf sollte beim Maschinen Leasing geachtet werden?

Diese Tipps sollten beim Maschinenleasing auf jeden Fall berücksichtigt werden:

Den richtigen Leasinggeber finden

An den Kapitalmärkten mangelt es seit Ausbruch der Finanzkrise an Möglichkeiten für gute und gleichzeitig sichere Renditen. Viele Finanzinstitute versuchen daher im Bereich Leasing tätig zu werden. Leider hat aber nicht unbedingt jede davon das notwendige Know-How, um für jede Branche passende Angebote zu erstellen. Vergleichen Sie daher die Konditionen und die Preise. Fragen Sie gezielt nach der Erfahrung in Ihrem Bereich.

Die Verträge gut prüfen

Erstellen Sie mit Hilfe der Szenariotechnik eine Übersicht über alle möglichen Szenarien Ihrer zukünftigen Aktivitäten: worst case – best case und alles dazwischen. Prüfen Sie dann die Konditionen im Vertrag, ob diese Sie in den Abgrund reißen könnten, sollte es zu Phasen mit finanziellen Engpässen kommen:

  • Sind die Kündigungsfristen sehr lang?
  • Kann der Leasinggeber die Maschine sofort zurückholen, wenn eine Rate ausfällt? Und damit das Ende des Betriebes einleiten?
  • Welche Beträge darf der Leasinggeber bei der Ermittlung von Restwerten ansetzen? Sind diese viel zu hoch?

Der Fallstricke gibt es viele und diese gilt es bestmöglich zu vermeiden.

Wann ist Maschinen Leasing sinnvoll?

Ob es besser ist neue Maschinen zu leasen oder sie selber zu kaufen, hängt im Wesentlichen von der individuellen Wirtschaftslage des eigenen Unternehmens ab. Es sind vor allem zwei wichtige Regeln zu beachten:

Kapitalrendite vs. Leasinggebühr

Nehmen wir an, eine Leasinggesellschaft, wie zum Beispiel die Deutsche Leasing, möchte ihr Kapital mit 7% jährlich verzinsen. Das heißt, als Leasinggeber werden sie die benötigten Maschinen kaufen und ihr Angebot für den Kunden so kalkulieren, dass dieser die Anschaffungskosten, plus die 7% Verzinsung per Anno zurückbezahlt.

Jedes Unternehmen hat jedoch eine individuelle Kapitalrendite. Es gibt Firmen, die erzielen für jeden Euro, den sie besitzen, eine Rendite von 10% oder 15% – mal mehr mal weniger. Für Firmen wie Google oder Facebook zum Beispiel ist das problemlos machbar. Liegt also Kapitalrendite über den oben genannten 7%, dann ist es besser die Geräte zu leasen. Denn in diesem Fall ist es vorteilhafter für das Unternehmen jegliches Eigenkapital und jeden Euro Fremdkapital in das eigene Geschäft zu stecken, da dort eine höhere Rendite erzielt wird.

Sonstige Finanzierung nicht möglich

Jedes Unternehmen und jeder Handwerker erstellt eine Bilanz. Bei ihnen allen gilt der Grundsatz, dass die Aktivseite immer durch Eigenkapital oder Fremdkapital ausgeglichen werden muss. Ist eine Erhöhung des eigenen Kapitals oder die Aufnahme eines Kredites nicht möglich, dann ist Leasing die optimale Alternative. Oder liegt der Zinssatz für den Kredit über dem der Leasingrate, auch dann ist Leasing die wirtschaftlichere Alternative.

Welche Maschinen können Sie leasen?

Im Prinzip kann man jede Maschine auf der Welt leasen. Es ist nur wichtig, dass man einen Leasinggeber findet, der bereit ist dieses Geschäft durchzuführen. Denn Leasinggesellschaften sind genau wie Banken, nur dass sie sich auf einen bestimmten Geschäftszweig spezialisiert haben. Es geht dabei darum Gewinn zu erzielen, durch die Vermietung von Wertgegenständen. Ähnlich wie bei Immobilien. Daher finanzieren sie die Investition von technischen Anlagen aller Art für Unternehmen, Dienstleister und Handwerker. Und dazu gehört das Maschinenleasing.

Unterschiede bei den Konditionen werden sich meist durch die Art der geleasten Objekte ergeben. Dem Leasing-Geber geht es hauptsächlich darum sicherzustellen, dass der Leasingnehmer sich die gemieteten Anlagen tatsächlich leisten kann. Je spezieller eine Maschine ist, umso höher werden die vertraglichen Laufzeiten, Risikoaufschläge und die notwendigen Sicherheiten sein.

Bei Objekten dagegen, die vielseitig einsetzbar sind, kann man sich als Kunde eine gewisse Flexibilität sichern. Zum Beispiel eine Eismaschine, ein Heizofen oder ein Dieselgenerator. All diese Geräte kann man leicht wieder vermitteln. Sollte also ein Mieter pleite gehen, dann besteht für die Möglichkeit die Ausrüstung an andere Firmen zu vermieten.

Maschinen-Leasing verschafft finanziellen Spielraum für Investitionen. Leasen lässt sich so gut wie alles, sogar gebrauchte Maschinen.

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